Konzept: Baubiologische Siedlung Wiesenburg
Hier ein erster Entwurf eines Konzeptes. Es ist nur als Diskussionsgrundlage gedacht:
Die Siedlung soll in mehreren Abschnitten in den nächsten 10 Jahren entstehen. Bis dahin soll für ca. 300 Menschen Wohnraum geschaffen sein.
In dieser Siedlung sollen sich alle Generationen wohl fühlen: d.h. es wird kinder- und altengerecht geplant. Es wird auch Behinderten-, bzw. Altengerechte Wohnungen geben und Pflegeeinrichtungen sollen vorgesehen werden.
In dieser Siedlung sollen alle Lebensmodelle Platz haben: d.h. es darf Single-Haushalte, genauso wie 2 - 20 Personen-Haushalte geben. Es darf z.B. reine Jugend- oder Alten-WGs geben, wie das 3-Generationen-Haus.
Die Menschen, die sich hier eine Heimat aufbauen wollen, sollen ihren Lebenstraum verwirklichen können. Von daher ist es gut, wenn so viele wie möglich an der Erstellung des Bebauungs-Plans beteiligt sind.
Die Grundstücke mit den Immobilien sollen Privatpersonen oder juristischen Personen (Genossenschaften, Vereinen etc.) gehören. Privates Land fördert die Verantwortung, die Indentifikation, die Gestaltung und die Pflege des Bodens.
Es sollen Arbeitsplätze geschaffen werden. Ökoverträgliches Gewerbe (Produktions-abläufe erlebbar), Büros und Dienstleistungen sollen sich ansiedeln.
Es wird gemeinsam ein Bebauungsplan erarbeitet, der für alle bindend ist, hier einige Vorschläge:
- Alle Immobilien sind aus umweltverträglichen Materialien und nach baubiologischen Prinzipien gebaut; Strohballenhäuser, Holz-Rahmen-Häuser, Neuzeitbau-Häuser, Porotonziegelhäuser etc. alle Bauweisen sind willkommen, je umwelt- und menschenfreundlicher, desto besser.
- Die Häuser öffnen sich zu einer gemeinsamen Mitte (Dorfplatz) und auf der anderen Seite zu mehr privaten Gartenräumen: ausgewogenheit privat/gemeinsam
- Durchmischtes Wohnen: Alt, Jung, Familien, WGs, kleine und große Häuser
- Autofreiheit in der Siedlung
- Durchgrüntes Wohnen
- Garten- und Grüngestaltung nur mit einheimischen Gehölze mit ökologischem Wert
- Am Rand der Siedlung entstehen Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe: Bioladen, Büros, Handwerksbetriebe, Läden aller Art, Ärzte, Friseur . . .
- Am Rand der Siedlung befinden sich Parkplätze und Garagen
- Carsharing, Sonnenblitz-Sharing, Fahrräder. Es soll ein umweltfreundliches Transportkonzept erarbeitet werden.
- Wassergebundene Wege, bzw. keine versiegelten Flächen
- Verschiedene soziale Treffpunkte:
- Kinderspielplatz
- großer Gemeinschaftsraum mit Küche, evtl. Gemeinschaftshaus
- Dorfplatz, evtl. Backhaus
- Weitesgehende Autarkie: eigene Stromproduktion, Heizung, Warmwasser, Wasserwiederverwertung, Regenwassernutzung, ökologische Technik!
- Weitesgehende Autarkie: Landwirtschaft, SVG angegliedert
- Förderung von liebevoller Gestaltung der gebauten Umwelt, Kunst im Bau (z.B. Wege mit Mosaiken, die von den Bewohnern entworfen und gebaut worden, Fassadengestaltung ...)
- Vielfalt in der Gestaltung, aber mit einigen gestalterischen Gemeinsamkeiten und gemeinsamer Struktur, kein Chaos
- Der Mitplanungsprozess und Selbstbaumöglichkeiten sollen gefördert werden.
Ich freue mich auf die Entstehung eines gemeinsamen Konzeptes. Für das gemeinsam suchen wir alle Menschen,
- die gerne in einer ökosozialen Siedlung leben möchten, egal ob zur Miete oder in einer eigenen Immobilie, egal ob im Einfamilienhaus oder großem Gemeinschaftshaus.
- Die das Energie- und Sanitär/Wasser-konzept entwickeln wollen
- Die sich mit Förderprogrammen auskennen und die Förderanträge stellen wollen
- Die sich um die Finanzierung kümmern können
- Die noch weitere geniale Ideen haben
- Die einfach Lust haben daran mitzuwirken, dass so eine Siedlung bei uns in der Region entsteht.
Eine ökosoziale Siedlung ist kein Garant gegen Vereinsamung und für ein geselliges und gemeinschaftliches Leben. Aber sie kann optimale Bedingungen geben, damit sich gute Nachbarschaften und ein Leben mit gemeinsamen Veranstaltungen (Dorffesten, Rituale . . .) entwickeln. Jede bindet sich in die Zusammenhänge ein, die ihr entsprechen.
Bis bald und schöne Träume und Ideen
Sabine Schubert
(Im November 2007)